Letter to Corona – Juli 2020

Du bist wie du bist und an dir gibt‘s leider überhaupt gar keine positiven Facts. Keinen einzigen.

2020 in one clip

Dear Corona Virus.

 

du kennst uns nicht, aber wir dich. Weil dich natürlich jeder kennt, auf der ganzen Welt. Leider. Wir könnten dir zwar eine richtige gute Insta-Kampagne aufbrummen, dafür exzellente Fotos schießen und die perfekte Content-Strategie kreieren, um dein beschissenes Image zu drehen, aber das brauchst du nicht, weil dich a) wie gesagt, jeder kennt, und b) diesen Spin schaffen nicht einmal wir. Weil: Keiner mag dich. Wirklich niemand.

In den letzten Monaten versuchten und versuchen immer noch viele High-Performers-Coaches-Entrepreneure-Klugscheißer an dir und deinen individuellen Skills etwas Positives zu sehen, also dieser Mondkalender-Vielklang, der durch die Welt geistert: Mal runter fahren tut gut, Besinnung auf das Wesentliche, nature is healing, danach wird nichts mehr so sein wie zuvor, die Krise als Chance sehen und so weiter und so belanglos fort. Und wir lieben die Natur. Wir sind dort wirklich sehr gerne und sehr, sehr oft. Aber du bist halt wie du bist und an dir gibt‘s leider überhaupt gar keine positiven Facts. Keinen einzigen.

Wir haben viele Freunde und viele Kunden, mit denen wir ein freundschaftliches, lockeres und vertrauensvolles Verhältnis pflegen. Wir lieben es zu socializen. Zusammen rüber ins Tatti auf einen Kaffee oder bis spätabends bei Bier und Gin Tonic auf unserer Dachterrasse rumlungern. Geht ja alles nicht so richtig wegen dir. Ganz ehrlich, wacklige Zoom-Meetings mit einer Nokia 6210-Soundqualität sind einfach nur ein mieser Rotz. Und btw: Zum 1000. Mal einen Zoom-Meeting-Screenshot in die Insta-Story loaden kann einfach keiner mehr sehen.

Denn das, was wir empfehlen und für unsere Kunden entwickeln, hat amtliche Durchschlagskraft. Auch in diesen Zeiten, für die wir unbewusst schon immer trainiert haben. Die Zugbrücke zur stationären Hochburg wurde hochgezogen und weiter digitales Zeugs gespreadet für unsere (stark vermehrt nach digitalem Zeugs anfragenden) Kunden, weil uns eh egal ist, wo wir arbeiten, siehe zum Beispiel unser Mallorca Office-Trip letztes Jahr. Wir sind mit unserer kompletten Crew auf eine Finca nach Palma zum Arbeiten. Nicht wie die ersten Testurlauber im Sommer 2020, die sich dann vor Ort beschweren, dass keine Bars offen haben und eh alles voll langweilig ist, ohne den Sangria-Eimer als Impfstoff.

Rückblende 2019

Nein: We came to create. Auch wenn wir aktuell alles ganz fürchterlich finden, wie alle anderen nicht die große Lösung auf den Tisch latzen, genauso wenig an der Glaskugel reiben können und über dir und deiner Ausdauer und Wirkungskraft sowieso nur ein riesiges Fragezeichen steht und so nun mal die Realität aussieht: Geheult wird nicht in der Hochburg. Also, pass auf, auch wenn es dir eh egal ist: Du kriegst uns nicht. Wir sind schon länger da.

Einer der größten Marketing-Coups der letzten Jahre war wohl den guten alten ekligen schlimmen Haferschleim in angesagten Healthy Porridge zu transformieren. Danke Insta-Bowls und Lightroom-Presets. Aber du wirst einfach nur eklig, schleimig und fürchterlich schlimm bleiben. Kann man machen, was man will – gegen dich hilft einfach nichts. Ausser Abstand und Desinfektionsmittel.


Bleib fern von uns.

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