Jomi  —  2025

Bagels, pies
and good times.

Branding
Infos

Kunde
Jomi

Branche
Gastronomie

Leistungen
Corporate Design

 

Im Herbst 2025 entsteht im Stuttgarter Westen ein Ort, der unkomplizierte Kulinarik mit feinem Gespür für Qualität verbindet. Jomi ist ein Bagel Deli, gegründet von Mila und Jona, zwei Rückkehrer aus der gehobenen Küche, die sich bewusst für einen anderen Rahmen entschieden haben. Statt weißer Tischdecken gibt es im Jomi handgerollte Bagels, fermentierten Sauerteig, hausgemachte Aufstriche und ein Setting, das irgendwo zwischen New York Streetfood und schwäbischer Präzession liegt. Zwischen Altbauflair und Kreativszene trifft Bodenständigkeit auf kosmopolitisches Lebensgefühl.

Dafür sollte ein Branding gebacken werden, im Gegensatz zu Objekt der Begierde namens Bagel ganz ohne Loch und doppelten Boden, sondern standhaft und schmackhaft. Statt auf plakative Markenästhetik zu setzen, orientierte sich die Hochburg-Gestaltung an Zutaten, Prozessen und Oberflächen. Das Logo etwa erinnert mit seiner weichen Linienführung an eine von Hand geformte Teigstruktur, nahbar, lebendig, charaktervoll. Die Schrift wirkt nicht konstruiert, sondern bewegt sich, als wäre sie geschrieben worden. Persönlich statt perfekt.

Brand DNA

Das Farbklima schöpft aus dem, was bei Jomi passiert. Buttergelb wie eine warme Kruste, Mehlweiß wie ein frisch bemehlter Tisch, Pfefferschwarz als Kontrast und Tiefenanker. Diese Töne schaffen Atmosphäre und Orientierung zugleich, wirken vertraut und modern. Die Kombination aus Britti Sans und PP Editorial New bringt grafische Direktheit mit einem Hauch Redaktionsästhetik zusammen, eine Mischung, die den Spagat zwischen Streetstyle und handwerklicher Hochwertigkeit sichtbar macht.

Illustrationen und KI-generierte Bildwelten erweitern die Tonalität und setzen Akzente, ohne den Fokus vom Produkt zu nehmen. Sie machen den Raum zwischen Bagel und Gast erlebbar, ein Raum, der nicht laut sein will, sondern ehrlich. In Social Media, auf Verpackungen, im Menü oder auf dem Fensterglas wird diese Sprache konsequent weitergetragen. Jomi bleibt dabei in jedem Format erkennbar, ohne sich zu wiederholen. Die Gestaltung kann flüstern oder erzählen, je nach Kontext.

Auf Tüten, Bechern, Servietten und Verpackungen zeigt sich das Branding nicht als Dekor, sondern als funktionaler Teil des Produkterlebnisses. Merchandise-Artikel greifen Materialien, Farben und Typografie so auf, dass sie selbstverständlich wirken, nie aufgesetzt. Die Schriftzüge auf T-Shirts, das Farbspiel auf Kaffeebechern oder die Tonalität auf Leinentaschen vermitteln die gleiche Sorgfalt, mit der auch der Teig verarbeitet wird.

In den für Gastronomie überlebenswichtigen digitalen Kanälen wiederum wurde ein Look entwickelt, der zwischen Echtheit und Inszenierung balanciert. Nahaufnahme trifft Leerstelle, Food Content trifft grafische Ruhe. Kein überladenes Storytelling, sondern klare, bildstarke Kommunikation, die zum Produkt zurückführt – und im besten Fall zukünftigen Hype-Menschenschlangen vor dem Jomi selbst.

Gemeinsam mit Innenarchitekt Cyrus Ghanai, der das Raumkonzept mit derselben Präzision entwickelte, entstand eine Einheit aus Gestaltung und Architektur. Materialien und Lichtführung, Farbflächen und Schriftträger greifen ineinander. So entsteht ein Gesamtbild, das nicht trennt, sondern verbindet, Inhalt, Form und Raum. Eine Identität, die schon visuell den ersten Bissen in einen Jomi-Bagel ins Richtig-Bock-Zentrum schiebt.